Was ich nicht kann oder ablehne

Ich wünschte, ich könnte jedes Manuskript auf Vordermann bringen. Warum ich das nicht mache oder kann, will ich im Nachfolgenden kurz erläutern.

 

Sie stürzen sich mit Ihrem Manuskript vorhersehbar ins finanzielle Fiasko

Es mag zwar schön sein, wenn Sie auf über 500 Seiten den Werdegang Ihrer Oma Edeltraud niederschreiben, weil Sie schon am nächsten Tag auf der Spiegel-Bestsellerliste landen wollen. Die Wahrheit ist aber: Bis auf zehn Leute (nämlich die aus Ihrem näheren Umfeld) wird das niemand lesen wollen. Es sei denn, Sie sind eine Berühmtheit oder ein Promi, dann vielleicht schon. Sie zahlen mir also viel Geld, aber das Werk wird diese Ausgabe niemals wieder reinholen, auch wenn es noch so gut geschrieben ist. An so einer Ausbeutung bin ich nicht interessiert.

 

Das Manuskript ist in einem unreifen Zustand

Das Schlimme hierbei: Es kommt gar nicht selten vor. Und oft macht mich das traurig. Manchen Werken sieht man auf Anhieb an, dass es beim Schreiben an Disziplin mangelte. Da wird sich nicht die Mühe gemacht, Fehler, so gut es eben geht, auszumerzen. Ja ja, schon klar, das ist des Lektors Aufgabe, oder? Nein! Der Lektor macht nur auf Schwachstellen aufmerksam. Und ein bisschen Vorarbeit verlange ich schon. Oder es wird sich nicht die Mühe gemacht, das Manuskript in Form zu bringen. Absätze und Kapitel sind quasi nicht vorhanden, die wörtliche Rede und der dazugehörige Redebegleitsatz lassen sich nur mit viel Fantasie erahnen. Oder die Schriftarten sind auf jeder Seite unterschiedlich. Oder... Ach, wissen Sie was? Ich höre lieber auf damit. Wenn Sie es richtig machen wollen, benutzen Sie eine Normseiten-Vorlage.

 

Erotik, allzu Esoterisches oder Politisches

Ich habe nichts gegen diese Art von Texten, aber sie interessieren mich nicht. Und ich finde, das sollten sie, wenn ich lektoriere. Sonst fehlt der Eifer, der Wille, sich mit dem Text auseinandersetzen und ihn besser machen zu wollen. Und wenn das nicht vorhanden ist, macht sich das an der Qualität bemerkbar. Darum sage ich Ihnen klipp und klar: Sie brauchen sich gar keine Mühe machen, eine Mail zu formulieren, wenn sich Ihr Roman in eine dieser Kategorien einordnen lässt.

 

Sie setzen eine Deadline für das Lektorat

Kann ich nicht, will ich nicht. Ich lektoriere nicht nach zeitlichen Vorgaben. Zumindest nicht nach denen des Autors. Wenn schon, dann nach meinen eigenen. Ein Lektorat benötigt Zeit, sonst leidet die Qualität des Textes. Sie können mich ja sonst um alles bitten, aber dem Wunsch nach einer Deadline (ich plane eine Veröffentlichung, bis dahin muss das Lektorat stehen) folge ich nicht. Man übersieht Schwachstellen, weil man nicht richtig liest, sondern nur überfliegt. Nein, nicht mein Ding. Ich arbeite gewissenhaft, und das dauert halt. Um mal konkret zu werden: Pro Tag schaffe ich 10 bis 20 Normseiten.

 

Buchsatz, Marketing, Cover und Verlagssuche

Ich bin zwar immer gerne behilflich, aber wenn es um die vier genannten Bereiche geht, muss ich passen. Für die ersten drei fehlt mir das Knowhow, für das letztgenannte die Zeit. Aber Ihrem Manuskript die fehlende Spannung zu verleihen, die Charaktere glaubhaft handeln zu lassen, sie interessanter zu machen und den Text in ein ordentliches Deutsch zu bringen, ja, das kann ich gut. Ach ja, Empfehlungen anderer Kollegen, die sich mit Buchsatz, Marketing oder der Covererstellung auskennen, spreche ich natürlich gerne aus. Fragen Sie mich einfach!

 

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