Was ich nicht kann oder ablehne

Ich wünschte, ich könnte jedes Manuskript auf Vordermann bringen. Warum ich das nicht mache oder kann, will ich im Nachfolgenden kurz erläutern.

 

Sie stürzen sich mit Ihrem Manuskript vorhersehbar ins finanzielle Fiasko

Es mag zwar schön sein, wenn Sie auf über 500 Seiten den Werdegang Ihrer Oma Edeltraud niederschreiben, weil Sie schon am nächsten Tag auf der Spiegel-Bestsellerliste landen wollen. Bis auf zehn Leute (nämlich die aus Ihrem näheren Umfeld) wird das aber niemand lesen wollen. Es sei denn, Sie sind eine Berühmtheit oder ein Promi.

 

Erotik, Esoterik oder Politik

Ich hege keinen Groll gegen diese Art von Texten, sie interessieren mich nur nicht. Und ich finde, das sollten sie. Sonst fehlt der Eifer, der Wille, sich mit dem Text auseinanderzusetzen und ihn besser machen zu wollen. Und wenn das nicht vorhanden ist, macht sich das an der Qualität bemerkbar.

 

Sachbücher, Ratgeber, Reiseberichte oder Bachelorarbeiten

Ich lektoriere ausschließlich Romane!

 

Sie setzen eine Deadline für das Lektorat

Ich lektoriere nicht nach zeitlichen Vorgaben. Bücher sind für mich keine Fließbandarbeit, sie sind so einzigartig wie der Mensch selbst. Aus diesem Grund bemühe ich mich um jeden Satz, um jede Szene, um jeden Dialog. Und das kostet Zeit. Man übersieht Schwachstellen, weil man nicht richtig liest, sondern nur überfliegt.

 

Buchsatz, Marketing, Cover und Verlagssuche

Wenn es um diese vier genannten Bereiche geht, muss ich passen. Für die ersten drei fehlt mir das Knowhow, für das letztgenannte die Zeit. Aber Ihrem Manuskript die fehlende Spannung zu verleihen, die Charaktere glaubhaft handeln zu lassen, sie interessanter zu machen und den Text in ein ordentliches Deutsch zu bringen, ja, das kann ich gut. Ach ja, Empfehlungen anderer Kollegen, die sich mit Buchsatz, Marketing oder der Covererstellung auskennen, spreche ich natürlich gerne aus.

 

Mir passt Ihr Ton nicht

Es gibt Texte (und auch Autoren), die mag ich vom Ton her nicht. Ich bin auch nur ein Mensch und genauso sollten Sie auch mit mir umgehen. Wenn ich bemerke, dass Ihre E-Mail aus einem Einzeiler besteht, die Sätze kurz sind und aggressiv wirken, weil Sie denken, ein Lektor ist Ihr Feind, dann kann es sein, dass ich ablehne. (Im letzteren Fall würde eine Zusammenarbeit auch keinen Sinn machen.)